Bürgerversicherung lässt Kosten steigen

17.08.2017

Zu der überraschenden Unterstützung von Landesfinanzministerin Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen) für eine rot-rot-grüne Bürgerversicherung erklärt der Kieler CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Thomas Stritzl MdB:

Die Finanzministerin sollte ihre Aufmerksamkeit besser auf die HSH richten - Bürgerversicherung verursacht steigende Kosten für alle

Die Einlassungen der Landesfinanzministerin sind kaum mehr als der offenkundige Versuch, für den rot-rot-grüne 'Evergreen' der sog. Bürgerversicherung die Wahlkampftrommel zu rühren. Dabei verschweigt die Finanzministerin die gravierenden Folgen einer Einheitsversicherung. So zeigte u.a. das jüngste Gutachten des IFMDA, dass bei einer solchen Versicherungsart die Beitragslast für alle GKV-Versicherten steigen würde. Die staatlichen Einsparungen bei der Beihilfe für die PKV-versicherten Beamten würden damit einzig durch steigende Beiträge der Bürgerinnen und Bürger erzielt. Zudem würde an die Stelle der dualen Gesundheitsversorgung und des Wettbewerbs um beste Versorgung bei verträglichen Beiträgen die staatlich gelenkte Basisversorgung für alle Versicherten treten. Von dem Verlust von rd. 50.000 direkt betroffenen Arbeitsplätzen und der Zerstörung eines der weltweit besten Gesundheitssysteme einmal ganz abgesehen.

Schon der Volksmund weiß: Schuster bleib bei Deinem Leisten! Für die Landesfinanzministerin sollte dies bedeuten, bei der Bewältigung der HSH-Krise drohenden Schaden für das Land abzuwenden, anstatt sich noch 'nebenbei' auf ungewohntes Terrain zu wagen.